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Aktuelle Kurzberichte

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Gute Ergebnisse bei der Jungtrappenaufzucht in der Vogelschutzwarte Brandenburg

Im Jahre 2006 wurden 70 Großtrappeneier, vor allem aus Erstgelegen, aufgenommen.

Die Befruchtungsrate war mit 91,4 % recht hoch. Das weist auf eine störungsarme Balzphase hin, die durch eine gute Lenkung der Flächenbewirtschaftung und des Besucheransturms erreicht wurde.

Aus 64 befruchteten Eiern sind 33 Küken geschlüpft (51,6%). Wie schon in früheren Jahren bleibt die künstliche Brut schwierig. Optimale Schlupfergebnisse sind auch mit sehr guter Bruttechnik, hohem hygienischen Standard und erfahrenen Mitarbeitern nicht alljährlich zu erreichen.

 

Sehr gut ist auch 2006 die Aufzucht verlaufen. Von den 33 geschlüpften Küken wurden 30 (90,9%) flugfähig. 29 sind zur Auswilderung von der Vogelschutzwarte ins Fiener Bruch umgezogen. Ein sehr spät geschlüpftes Tier ist im NSG Havelländisches Luch geblieben

Gehegebau in Paplitz

Vorbereitungsarbeiten für die Auswilderung von Jungtrappen im Fiener Bruch (03.07.2006).

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Life Projekt zum Schutz der Großtrappen in Niederösterreich

Raab, R. & M. Paar: Natur und Landschaft 2006, Heft 3

 Das Projekt mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem finanziellen Umfang von 5,8 Mio. € sieht unter anderem folgende Maßnahmen vor:

  • Verbesserung der Lebensbedingungen für Großtrappen auf 5.500 ha in drei wichtigen Einstandsgebieten, Erdverkabelung von 42,7 km Mittelspannungsleitung,
  • Markierung von 125,2 km Hochspannungsleitung.

Die Verringerung von Anflugopfern an Freileitungen ist ein Schwerpunkt des Projektes.

Weitere Informationen unter www.grosstrappe.at

In Deutschland wird die hohe Kollisionsgefahr für diese schwergewichtigen Flieger leider weiterhin vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburgund ignoriert.

Der Planung und Errichtung von Windkraftanlagen im Lebensraum der Großtrappen, vor allem auch in deren Flugarealen zwischen den drei Einstandsgebieten sowie zu den Äsungsflächen im Winter, wird kein Einhalt geboten!

siehe zu diesem Thema auch: Teilplan „Windeignungsgebiete“ im Großtrappenlebensraum Havelland-Fläming rechtskräftig.

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Jüngster Beleg für die Kollision einer Großtrappe mit einem Windrad in Spanien

An WKA verunglückte Großtrappe in Spanien

Das Foto wurde dem Förderverein Großtrappenschutz e.V. per E-Mail am 30.Juli 2006 von Mark Duchamp zugesandt.

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Beginn einer Zusammenarbeit zum Schutz der Großtrappen zwischen den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg

Im 1.Halbjahr 2006 führte der Förderverein Großtrappenschutz e.V. mehrere Gesprächsrunden mit Behördenvertretern aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg durch. In diesen Gersprächen ist es uns gelungen das Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt (MLU), den Landkreis Jerichower Land, Fachbereich Umwelt, Veterinärwesen, Landwirtschaft sowie das Landesumweltamt Brandenburg (LUA) für eine engere Zusammenarbeit zu gewinnen. Zur Förderung der Großtrappen im Fiener Bruch wurden von beiden Seiten folgende Festlegungen getroffen:

  • Der anhaltinische Teil des Fiener Bruches wird ab 2006 in die Auswilderung von Jungtrappen einbezogen. Ein 10 ha großes, fuchssicheres Gehege, das vor 10 Jahren im Rahmen eines LIFE-Projektes errichtet wurde, wird dafür vom Landkreis Jerichower Land bereitgestellt. Das MLU Sachsen-Anhalt hat die Auswilderung der Jungtrappen bis 2010 genehmigt.
  • Das MLU Sachsen-Anhalt ernennt Thomas Bich, Mitarbeiter im Landkreis Jerichower Land (Fachbereich Umwelt, Veterinärwesen, Landwirtschaft) und Vorstandsmitglied des Fördervereins Großtrappenschutz e.V. zum Landesbeauftragten für den Großtrappenschutz, um eine engere Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen beider Bundesländer und dem Förderverein zu ermöglichen.
  • Zur Verbesserung der Äsungsbedingungen für die Großtrappen im Fiener Bruch,hat die Agrargenossenschaft Paplitz eine 15 ha große Äsungsfläche angelegt. Sie wird über einen Zeitraum von vorerst 10 Jahren in interner Rotation für die ausgewilderten Jungtrappen und den Freilandbestand der Großtrappen optimale Sommer- und Winteräsung absichern und mit ihrer Dreifelderwirtschaft auch günstige Brutbedingungen schaffen. Nach dem großflächigen Verlust der Brut- und Äsungsflächen durch den Windpark Zitz auf Brandenburger Seite war diese Ersatzmaßnahme dringend erforderlich. Sie wurde 2006 vom MLU Sachsen-Anhalt finanziert.
Die Bemühungen um diese Zusammenarbeit laufen bereits über 10 Jahre. Unsere Hoffnung, dass die Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten um die Errichtung des WP Zitz auf Brandenburger Seite im Jahr 2003 und die sich daraus ergebende direkte Beeinträchtigung auch des anhaltinischen Großtrappenschutzprojektes zu einer Zusammenarbeit führen würde, hatte sich nicht erfüllt. Die zuständigen Mitarbeiter aus dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburgs haben bis 2006 jede Initiative dazu verweigert.

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Zusatzexkursionen anlässlich der LAGA in Rathenow

Anlässlich der Landesgartenschau in Rathenow bieten wir im Havelländischen Luch zusätzliche Exkursionstermine zur Trappenbalz an folgenden Tagen an: 29.04., 30.04., 06.05., 07.05., 13.05. und 14.05.2006. Beginn ist jeweils um 17.30 Uhr. Aufgrund des hohen Besucheraufkommens an diesen Wochenenden ist eine telefonische Anmeldung unbedingt erforderlich.

Anmeldung:  

Förderverein Großtrappenschutz e.V.
Dorfstr. 34, 
14715 Buckow bei Nennhausen
Tel: 033878/60257     Fax: 033878/60600 
e-mail: info@grosstrappe.de

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