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Aktuelle Kurzberichte

 

 

 


Großtrappen auf Winterflucht

Die ausgiebigen Niederschläge und der anhaltende Frost haben in den letzten Einstandsgebieten der Großtrappe in Brandenburg und Sachsen-Anhalt zu einer geschlossenen und dauerhaften Schneedecke geführt. Für die nächsten Tage sind weitere Schneefälle vorhergesagt, Tauwetter ist nicht in Sicht. Die Nahrung für die ca. 120 Großtrappen in den drei Einstandsgebieten im Havelland, den Belziger Landschaftswiesen (beide Brandenburg) und im Fiener Bruch (Brandenburg und Sachsen-Anhalt) ist nur noch schwer oder gar nicht mehr erreichbar. Bei derart schlechten Ernährungsbedingungen reagieren die Großtrappen mit Winterfluchten nach Westen. Die letzte große Winterflucht fand im Winter 1978/79 statt und führte zu einer dramatischen Abnahme (um 45 %) des Trappenbestandes, da die Ausweichbewegungen vielfach mit erheblichen Verlusten verbunden sind.

Erste Beobachtungen von Großtrappen bei Braunschweig und Paderborn sind Anzeichen für eine beginnende Winterflucht.

Um die Wanderung der Großtrappen so gut wie möglich zu dokumentieren und bei Problemen (Verletzungen, Aufenthalt in für die Trappen gefährlichen Bereichen) ggf. schnell reagieren zu können bitten der Förderverein Großtrappenschutz e.V. und die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg um möglichst zeitnahe Meldung aller Großtrappenbeobachtungen außerhalb der Einstandsgebiete mit möglichst detaillierten Ortsangaben. Beobachtungen der Vögel sollten auf jeden Fall so stattfinden, dass sie nicht gestört werden, um weiteren unnötigen Energieverbrauch der Vögel zu vermeiden. Sollten Beringungen erkannt werden, sollten diese ebenfalls mitgeteilt werden.

Beobachtungsmeldungen schicken Sie bitte möglichst zeitnah an GF-VereinGrosstrappe@web.de.

Diese Information sollte möglichst weit auch in anderen Vogelbeobachter- und Tierfotografenforen gestreut werden.

Weitere Informationen zu Wanderungen von Großtrappen finden Sie hier.


Neue Broschüre zur Großtrappe erschienen

Die neue Großtrappen-Broschüre des Landesumweltamtes Brandenburg kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

www.mugv.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.2334.de/trappe.pdf

 

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Tag der offenen Tür in der Staatlichen Vogelschutzwarte

Am Sonnabend, 09.05.2009, lädt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesumweltamtes Brandenburg alle Interessierten zum Tag der offenen Tür ein. Weitere Infos als Download hier.

 

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Vorstandswahlen

Auf der Mitgliederversammlung am 21.03.2009 fanden die turnusgemäßen Vorstandswahlen statt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Birgit Block (Schatzmeisterin), Thomas Bich (Stellvertretender Vors.), Norbert Eschholz (Stellvertretender Vors.) und Wernfried Jaschke (Schriftführer) wurden bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Henrik Watzke. Er löst den seit der Vereinsgründung amtierenden Vorsitzenden Dr. Heinz Litzbarski ab. Der neue Vorstand dankte Dr. Litzbarski für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz für den Großtrappenschutz.

 

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Exkursionstermine zur Großtrappenbalz

Zur Zeit der Großtrappenbalz ist an den Wochenenden vom 04.April bis zum 31.Mai 2009 das Informationszentrum der staatlichen Vogelschutzwarte Buckow von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr mit auskunftsfreudigen Mitarbeitern des Födervereins Großtrappenschutz e.V. besetzt. Am Ostersonntag, 12.04.2009, bleibt das Informationszentrum geschlossen.

An folgenden Tagen finden geführte Exkursionen zur Trappenbalz statt:

Sonnabend 04.04.2009 (VSW)
Sonnabend 11.04.2009 (FV)
Donnerstag 16.04.2009 (NW)
Sonnabend 18.04.2009 (NABU)
Sonntag 26.04.2009 (FV)
Sonnabend 02.05.2009 (NABU)
Freitag 15.05.2009 (NABU)
Donnerstag 21.05.2008 (FV)

Die Exkursionen beginnen jeweils um 17.00 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Staatlichen Vogelschutzwarte in Nennhausen OT Buckow. Die Exkursionen werden von Mitarbeitern des NABU Regionalverbandes Westhavelland (NABU), der Naturwacht (NW), der Staatlichen Vogelschutzwarte (VSW) und des Fördervereins (FV) betreut.

Die Exkursionen führen auf die Beobachtungstürme im Schutzgebiet bei Garlitz. Der Platz auf den Aussichtstürmen ist nur begrenzt, deshalb ist unbedingt eine Anmeldung erforderlich. Es sind zum Teil nur noch wenige Plätze frei.

Anmeldung:

Förderverein Großtrappenschutz e.V.
Dorfstr. 34

14715 Nennhausen OT Buckow
Tel: 033878/60257    
Fax: 033878/60600 

e-mail: info@grosstrappe.de

Auf der Internet-Seite der Naturwacht können Sie sich über die Exkursion am 16.04.2009 informieren.

 

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Einladung zur Mitgliederversammlung im März 2009

Die jährliche Mitgliederversammlung des Fördervereins Großtrappenschutz e.V. findet in diesem Jahr am Sonnabend, 21.03.2009, in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr. Ort der Veranstaltung ist wie immer das Informationszentrum der staatlichen Vogelschutzwarte in Nennhausen OT Buckow. Alle Mitglieder und interessierte Gäste sind herzlich eingeladen. Die ausführliche Einladung und den Arbeitsbericht für das Jahr 2008 können unter nachfolgenden Links abgerufen werden.

Einladung zur Mitgliederversammlung 2009

Arbeitsbericht 2008

 

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Großtrappenbestände im Januar 2009

  Gesamtbestand Männchen Weibchen
NSG Havelländisches Luch
60
21
39
NSG Belziger Landschaftswiesen
27-29
8-9
19-20
EU-SPA Fiener Bruch
25-27
14
11-13
Summe
112-116
43-44
69-72

Die Fortpflanzungsgruppen aus den Belziger Landschaftswiesen und dem Fiener Bruch
stehen untereinander in recht engem Kontakt. Dadurch ist es schwierig für diese beiden Gruppe exakte Bestandszahlen anzugeben.

Etwa 60 Tiere des Gesamtbestandes sind nicht beringt (53%), sind also im Freiland flügge geworden. Sie sind das Ergebnis der guten Nachwuchsraten in den raubwildsicheren Einzäunungen im Havelländischen Luch und im Fiener Bruch.

 

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Vertragsstaatenkonferenz zum „Memorandum of Understanding on the Conservation and Management of the Middle-European Population of the Great Bustard“.
09.-12.11.2008 in Feodosia (Ukraine)

Vom 09. bis 12. November 2008 trafen sich in Feodosia (Krim, Ukraine) mehr als dreißig Großtrappenschützer aus zehn Ländern zur zweiten Vertragsstaatenkonferenz zum Memorandum of Understanding (MoU). Der volle Name dieses internationalen Abkommens im Rahmen der Bonner Konvention zum Schutze wandernder Tierarten zeigt, dass es konkret um die mitteleuropäischen Populationen der Großtrappen geht: „Memorandum of Understanding on the Conservation and Management of the Middle-European Population of the Great Bustard“. Das 2001 in Kraft getretene Abkommen umfasst 17 Anrainerstaaten, von denen mittlerweile 12 unterzeichnet haben.

Eine Zusammenfassung der Konferenz und den deutschen National Report 2008 finden Sie unter den nachstehenden Links.

MoU-Vertragsstaatenkonferenz - Zusammenfassung

German National Report 2008

 

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Ergebnisse der Gelegebergung und Jungtrappenaufzucht Im Jahr 2008

Im Jahre 2008 wurden 71 Großtrappeneier im Freiland aufgenommen (65 Stck. Havelländisches Luch, 16 Stck. Belziger Landschaftswiesen). Die Befruchtungsrate lag bei 88,7 %.
Aus 63 befruchteten Eiern schlüpften 42 Küken. Das Schlupfergebnis von 66,7 % ist besser als in den Vorjahren (2006: 51,6; 2007: 65,5%), liegt aber unter dem Durchschnitt der Jahre 1998-2005  (72,1% bei 380 befruchteten Eiern). Das zeigt, dass optimale Schlupfergebnisse auch mit guter Bruttechnik, hohem hygienischen Standard und erfahrenen Mitarbeitern nicht alljährlich zu erreichen sind.
Von den 42 geschlüpften Küken wurden 36 aufgezogen. 5 Küken mit  Missbildungen wurden eingeschläfert. Die Auswilderung erfolgte 2008  in den Belziger Landschaftswiesen. Trotz des verbesserten Schutzes am Beginn des Auswilderungsprozesses durch eine Netzüberdachung zum Schutz vor Seeadlerübergriffen, waren die späteren Verluste im Freiland erschreckend hoch. Bis Ende November gingen 18 der ausgewilderten Tiere verloren, davon mindestens 10 durch Seeadler, 4 durch Füchse und 4 durch Unfälle.

Jahr

Anzahl der aufgenommenen Eier

Befruchtete Eier ( %)

Geschlüpfte Küken (%)*

In der Station aufgezogene Küken (%)

Aufzuchtrate im Bezug zur Anzahl befruchteter Eier (%)***

1998

45

36 (80,0)

24 + 2** (72,2)

17 (70,8)

52,8

1999

49

39 (79,6)

27 + 4** (79,5)

23 (85,2)

69,2

2000

40

37 (92,5)

21 + 6** (73,0)

16 (76,2)

59,5

2001

55

44 (80,0)

26 + 5** (70,5) 22 (84,6) 61,4
2002 54 47 (87,0) 27 + 6** (70,2) 24 (88,9) 63,8
2003 59 52 (88,1) 34 + 0** (65,4) 28 (82,4) 53,8
2004 65 57 (87,7) 40 + 0** (70,2) 38 (95) 66,7
2005 74 68 (91,9) 51 + 1**  (76,5) 50 (98) 73,5
2006 70 64 (91,4) 33 + 5** (59,4) 30 (90,9) 46,8
2007 65 58 (89,2) 38 + 4** (72,4) 26 (68,4) 44,8
2008 71 63 (88,7) 42 + 5** (74,6) 36 (85,7) 57,1

* ) % bezogen auf die Anzahl der befruchteten Eier

**) + n Küken schlüpften nach Gelegetausch unter Trappenhennen im Außengehege und wurden dort von den Hennen aufgezogen.
Wegen der hohen Gelegeverluste durch Rabenvögel ist der Austausch von Gelegen gegen Holzeier und der Rücktausch der künstlich bebrüteten Eier kurz vor dem Schlupf unter die Bruthenne im Außengehege leider erforderlich.
Wesentlich besser wären ungestörte Bruten, denn die Risiken beim Gelegetausch sind groß, z.B. ist die Kunstbrut im Vergleich zur Naturbrut weniger optimal oder die Hennen verlassen wegen der Störungen die Gelege.

***) Die Aufzuchtrate enthält die Küken, die in der Vogelschutzwarte vom Personal aufgezogen wurden und die Jungtrappen, die nach Gelegeaustausch aus künstlich bebrüteten Eiern im Außengehege geschlüpft sind und dort von Hennen aufgezogen wurden.

Die künstliche Brut und Kükenaufzucht in der Vogelschutzwarte wird vom Förderverein Großtrappenschutz e.V. mit zwei erfahrenen Arbeitskräften durchgeführt.

 

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